Trotz Corona - Massnahmen weiterhin Hauskommunion

Hauskommunionbild<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-immensee.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1</div><div class='bid' style='display:none;'>272</div><div class='usr' style='display:none;'>6</div>

Trotz der Kontaktbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ermöglicht das Pfarramt Immensee weiterhin den Empfang der Hl. Kommunion zuhause (Hauskommunion).

Dazu hat das Pfarreiteam ein Verfahren entwickelt, wie die Würde des Sakramentes gewahrt bleibt.
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Der Shutdown des öffentlichen Lebens und die damit verbundene Schliessung der Heiligen Messen für den Publikumsbesuch haben dazu geführt, dass die Gläubigen das Brot des Lebens, den Leib Christi, gerade in diesen lebensgefährlichen Zeiten überhaupt nicht mehr bekommen können.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, die Heilige Kommunion geistlich zu empfangen und in anbetender Anschauung auf eine ganz eigene Art der Gnaden des Sakramentes teilhaftig zu werden. Das ersetzt aber keine wirkliche reale Kommunion. Wenn das so wäre, hätte man sich in all den vielen Kriegen ja die Priester sparen können, die selbst unter Lebensgefahr und vorne an der Front bei den Soldaten waren, um Beichte zu hören, die Eucharistie und das Sterbesakrament zu spenden. Kann es sein, dass wir als Kirche gerade jetzt in Zeiten der Not gänzlich darauf verzichten dürfen? Wir sagen als Immenseer Pfarramt ein entschiedenes «Nein».

Es ist doch niemandem vermittelbar, dass es im jetzigen Notstand erlaubt sein soll, sich eine Pizza liefern zu lassen, dass die Speise für die Seele, die Heilige Kommunion aber verboten sein soll. Weil wir uns damit nicht abfinden wollen, haben wir in Immensee einen verantwortungsvollen Weg gesucht und gefunden, wie wir das Altarsakrament dennoch in begründeten Fällen weiterhin spenden können.

Da wir keineswegs in Abrede stellen wollen, dass es auch einmal eine Zeit gut und segensreich sein kann, die Eucharistie nur geistlich zu empfangen, indem man zum Beispiel die Messe mitbetend im Internet feiert, werden wir nun nicht nach Art eines Catering - Dienstes das Altarsakrament einfach so mal eben nach Hause bringen.
Es gibt jedoch zahlreiche begründete Fälle, wo es den Menschen nicht zugemutet werden kann, während der Corona-Pandemie komplett auf die Stärkung durch die Kommunion zu verzichten. Dies betrifft natürlich vor allem ältere und kranke Menschen.

Um die Seelsorger und insbesondere diese «Risikogruppe» nicht in unnötige Gefahr zu bringen, gilt für die Pfarrei Immensee folgende Vorgehensweise:

Wer die Eucharistie empfangen möchte, meldet sich telefonisch beim Pfarramt Immensee unter 041 850 11 33 an. Pfarradministrator Markus Lussy oder Pfarreileiter Martin Weick führen dann zunächst ein Gespräch um herauszufinden, ob eine Spendung der Kommunion im jeweiligen Falle angezeigt ist.

Falls ja schicken wir an die Anschrift des Kommunikanten per A-Post einen Brief mit Verhaltensmassregeln für den häuslichen Kommunionempfang. Für zwei bis drei Tage später vereinbaren wir einen weiteren Telefontermin. Bei diesem Gespräch bereiten wir den/die Kommunikanten/tin geistlich auf den Empfang vor und beten mit ihm rsp. ihr.

Nach diesem Telefonat liefern wir die Heilige Kommunion in einem kleinen geweihten Gefäss in den jeweiligen Briefkasten . Wir rufen erneut an und warten in sicherer Distanz, bis die Kommunion entnommen worden ist. Nach der Hauskommunion holen wir das Gefäss aus dem Briefkasten wieder ab.

Auf diese Art und Weise bringen wir niemanden in Gefahr und die Würde des Altarsakramentes bleibt gewahrt.
Bereitgestellt: 24.03.2020